UNSERE WAHLTHEMEN KOMMUNALWAHL 2020

ENTWICKLUNG DER HEIMISCHEN WIRTSCHAFT

Eines der vordringlichsten Themen muss die Pflege und Entwicklung des Nieheimer Gewerbegebietes sein. Es gibt nach wie vor attraktive Flächen, die weitgehend erschlossen sind und schnell für den Aufbau neuer Unternehmen entwickelt werden könnten.


Die heute vorhandenen kleinen und mittelständischen Betriebe benötigen einen gewissen Freiraum und müssen stärker in die politischen Entscheidungsprozesse der Stadt Nieheim eingebunden werden. Die Unternehmensbasis in Nieheim und den umliegenden Ortschaften sichert bereits heute viele Arbeitsplätze und lässt weiterhin auf eine sehr geringe Arbeitslosenquote hoffen.


Durch die demographische Entwicklung wird es in den heimischen Industrie-, Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben in den nächsten Jahren einen Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte geben. Um diese für die Nieheimer Betriebe zu gewinnen und langfristig zu halten, müssen wir dafür sorgen, dass sich junge Familien hier rundum wohl fühlen. In Zusammenarbeit mit den heimischen Firmen und die Schaffung eines attraktiven Umfelds muss uns dies gelingen.


Die Aufgabe der Politik wird es sein, durch verbesserte Rahmenbedingungen die vorhandenen Betriebe zu erhalten und zu fördern, neue Firmen anzusiedeln und den Beschäftigten ein starkes, regionales Verbundenheitsgefühl zu geben.

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SCHULISCHE UND BERUFLICHE BILDUNG

Die Zukunft wird auch in Nieheim durch den Bildungsstand der jungen Menschen entscheidend geprägt. Wir wollen, dass das Bildungs- und Ausbildungsangebot vor Ort weiter verbessert wird. Eine ausgezeichnete schulische Infrastruktur wurde bereits geschaffen.


Mit Blick auf besonders zukunftsträchtige Berufe ist tiefergehend und dauerhaft bzw. systematisch zu prüfen, inwieweit die Schülerinnen und Schüler in den Schulen vor Ort gezielt auf diese vorbereitet werden können. Eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und Hochschulen sollte dazu angestrebt werden und scheint für den langfristigen Erfolg unverzichtbar.


Angebote beruflicher Bildung müssen mit der heimischen Wirtschaft weiter ausgebaut werden. Jeder junge Mensch, der seine Ausbildung in Nieheim und Umgebung findet, sichert die Zukunft unserer Dörfer und der Stadt.

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ATTRAKTIVE BAUGEBIETE, ATTRAKTIVE BAUPLÄTZE, ZUKUNFTSGERECHTER WOHNRAUM

Mit dem Baugebiet am Park ist für die Kernstadt zurzeit ein anspruchsvolles Baugebiet für Familien erschlossen worden. Auf den Ortschaften müssen genauso konsequent Baugebiete geschaffen und mit Bauplätzen in ausreichender Zahl vorgehalten werden.


Mit diesen Baugebieten sollte in den größeren Städten, wie z. B. Paderborn, Bielefeld oder Detmold, gemeinschaftlich geworben und die attraktiven Bauplätze vor Ort dort professionell angeboten und vermarktet werden.


Die Bauordnung, insbesondere die spezifischen Bauvorschriften in den einzelnen Baugebieten, sollten freier gestaltet werden. Auf den Ortschaften muss es möglich sein, neben reinen Wohngebieten auch Mischgebiete auszuweisen. In denen sollten bei Bedarf auch größere Bauplätze erworben werden können. Ein solcher Schritt würde es möglich machen, Hobbys und Freizeitaktivitäten direkt auf dem eigenen Wohngrundstück nachzugehen. Es sollte also in bestimmten Ortslagen möglich sein, zum Beispiel eine größere Garage für Fahrzeuge oder einen kleinen Stall für Pferde oder andere Nutztiere auf seinem eigenen Grund und Boden errichten und so einem typischen Landleben nachgehen zu können.


In Nieheim sollten perspektivisch mehrere Mehrfamilienhäuser errichtet werden, damit genügend zukunftsgerechter Wohnraum für junge Leute, Alleinstehende und Ehepaare vorhanden ist. Hierfür müssen Bauflächen zur Verfügung gestellt und Investoren gesucht werden.


Wir werden daran arbeiten, ein Sanierungskonzept für Leerstände zu erarbeiten, um diese wieder in den Wohnungsmarkt zu integrieren.


Gleichzeitig muss es auch im Kernstadtbereich künftig möglich sein, selektiv attraktive, moderne und zukunftsgerechte Mietwohnhäuser zu errichten. V.a. sollte das für solche Standorte gelten, wo der Erhalt der vorhandenen Bauten aus Kostensicht in keinem Verhältnis zur Errichtung eines Neubaus steht.

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VERBESSERUNG DER STÄDTISCHEN INFRASTRUKTUR

Die UWG Nieheim hat die neue Nieheimer Mitte mitgestaltet, zwischen Rathaus, Kirche und Richterhaus. Wir haben von Anfang an dafür plädiert, dass der abgebrannte Westfälische Hof nicht mehr aufgebaut werden soll, sondern eine Blickachse zwischen den drei historischen Gebäuden Rathaus, Kirche und Richterhaus entstehen soll.


Hier sehen wir eine neue Chance, wenn das Richterhaus für alle Generationen neu saniert ist und der neue Richterplatz eine fast verkehrsfreie Gestalt annimmt. Dort können dann kleinere und mittlere Events veranstaltet werden und Bürger und Bürgerinnen sich täglich treffen.


Neben „baulicher Infrastruktur“ haben wir noch weitere Felder im Blick, mit denen wir unsere Gemeinde nach vorne entwickeln möchten.


Wir wollen, dass sowohl das digitale wie auch das Mobilfunknetz für alle Bürger und Bürgerinnen flächendeckend mit hoher Empfangsleistung zügig ausgebaut wird.


Um das heimische Netz im ÖPNV zu verbessern, klimafreundlich Personen zu befördern und um die Ausnutzung des vorhandenen Angebotes zu verbessern, streben wir eine Anpassung an ein kundenfreundliches und digital unterstütztes, neues Fahrgastbeförderungssystem an, wie z.B. Anrufbusse oder Mobilstationen mit E- Anschluss.


Wir fordern, dass die Landstraße L951 von Merlsheim nach Oeynhausen saniert und mit einem parallelen Radweg ausgebaut wird. Die Instandsetzung der Kreisstraße K3 Oeynhausen in Richtung Nieheim sollte fokussiert werden.


Ein Radweg aus der Stadt parallel zur Bredenborner Straße bis zum Gewerbegebiet ist wünschenswert.


Die im Ehrenamt erarbeiteten IKEK Programme in unseren Ortschaften wurden aus Kostengründen und verwaltungs Kapazitäten von der Verwaltung nicht favorisiert. Die Punkte müssen in naher Zukunft auf Machbarkeit geprüft und umgesetzt werden.


Da die Zweckbindungsfrist von Käse- und Biermuseum im kommenden Jahr jeweils ausläuft, und die GmbH der Westfälisch-Kulinarischen Museums - und Erlebnismeile in diesem Jahr mit der Stadt verschmolzen wurde, sollten wir die Immobilien zunächst kostendeckend vermieten und perspektivisch sogar deren Verkauf anstreben. Hier ist eine Prüfung der unterschiedlichen Optionen frühzeitig erforderlich. Ziel muss es sein, die jährlichen Zuschüsse der Stadt Nieheim für die WKME in Zukunft spürbar zu verringern.

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UMWELT- UND KLIMASCHUTZ

Konsequenter Klima- und Umweltschutz erhält unsere Erde, das ist lebenswichtig für Mensch und Natur. Klima- und Umweltschutz fängt bei jedem Einzelnen an und sollte gemeinsam erörtert werden. Wenn alle auf Augenhöhe beraten werden und keine Randgruppen entstehen, so werden wir den größten und schnellsten Erfolg erzielen. Denn der Umwelt- und Klimaschutz muss gelebt und nicht per Gesetz verordnet werden.


Kleinere städtische Flächen könnten als Patenschaften an Personen oder Gruppen kostenlos übergeben werden. Dort könnten dann Blühstreifen, Streuobstwiesen oder Gärten entstehen.

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EHRENAMT

Dieses ist uns eine Herzensangelegenheit. Ja, wir sind sogar der Meinung, dass ohne das Ehrenamt fast nichts mehr geht. Eine unverzichtbare Gemeinschaft von Jugendlichen, Senioren, Frauen und Männern. Es ist schon zur Normalität geworden, dass sich das Ehrenamt täglich in unserem Heimatort für viele Belange einsetzt. Vielen herzlichen Dank an diesen Personenkreis. Das Ehrenamt benötigt aber eine Anlaufstelle beim „Hauptamt“, damit letzteres bei den Aufgaben in ihren Verein oder Gruppe unterstützen und beraten kann. Bürgerinnen und Bürgern soll es Spaß machen mit dem Ehren- und Hauptamt Projekte zu realisieren.

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PFLEGE IN UNSERER STADT UND ORTSCHAFTEN VERBESSERN

Den Ortsausschüssen ist mehr Einfluss und Mitspracherecht bei der Pflege und Instandhaltung der Stadt sowie den Ortschaften zu gewähren. Die zentrale Steuerung des Bauhofs kann naturgemäß keinen vollständigen Blick für die anfallenden Arbeiten haben und einen solchen ohne die Unterstützung der Leute vor Ort entwickeln. Die Pflege und Instandhaltung der örtlichen Infrastruktur müssen mit den Augen der Bürgerinnen und Bürger angegangen werden. Vorstellbar ist auch, dass Bauhofmitarbeiter gemeinsam mit Bürgern und Bürgerinnen eine Patenschaft für ein Objekt übernehmen.


Es scheint sinnvoll, dass Stadtverwaltung und Ortsausschüsse gemeinsam einen mehrjährigen Plan für die Pflegemaßnahmen in den einzelnen Ortschaften erstellen.


Ortsausschusssitzungen sollten mindestens zwei Mal pro Jahr in jeder Ortschaft der Gemeinde stattfinden.


Beschlüsse aus den Ortsausschüssen sind in Kürze umzusetzen und ihre Umsetzung ist transparent nachzuhalten.

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